Verlobungsringe: Herkunft und Unterschiede im Brauchtum

Der 2. August ist in der katholischen Kirche Gedenktag für jenen Mann, der den Verlobungsring zu einem christlichen Symbol machte: Stephan I., Bischof von Rom, der das Eheversprechen damit zu einem unauflöslichen Treuegelübde umformte. Was zuvor symbolischen Wert hatte, wurde dann im 12. Jahrhundert Teil eines heiligen Sakramentes.

Doch auch ohne kirchlichen Segen galt und gilt die Verlobung als Eheversprechen, das nicht leichtfertig gegeben wird. Ihr Symbol ist der Verlobungsring, der wie der Ehering die Ewigkeit der Verbindung in Form eines Kreises ausdrückt. Getragen wird der Verlobungsring in Deutschland am linken Ringfinger. Für die Zeit nach der Eheschließung gibt es dagegen keine festen Rituale. Einige nehmen den Verlobungsring ganz ab, andere tragen ihn zusätzlich zum Ehering, wahlweise am linken Ringfinger oder aber als Vorsteckring für den Ehering am rechten Ringfinger.

Dem linken Ringfinger kommt historisch gerade für die erste Phase des Verliebtseins besondere Bedeutung zu, da man davon ausging, dass eine „Vena Amoris“ als Liebesader direkt vom linken Ringfinger zum Herzen führt. Ob moderne Verlobungsringe eher schlicht oder auffällig gestaltet sind, ob sie aus Silber, Gold oder Platin geschmiedet sind und/oder bereits mit einem Diamanten versehen sein sollten – darüber gibt es ebenfalls unterschiedliche Auffassungen. So ist es in den USA beispielsweise üblich, dass der Verlobte seiner zukünftigen Gattin einen Verlobungsring mit Diamant an den Finger steckt, selbst aber keinen Verlobungsring trägt.

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