Schmuck aus Rotgold

Reines Gold ist ein weiches Material, das sehr dehnbar ist. Ein Gramm Gold lässt sich bis auf eine Länge von 6000 Metern ausziehen. In seiner reinen Form ist die Verarbeitung von Gold technisch schwierig und die daraus gefertigten Schmuckstücke könnten nicht dauerhaft getragen werden. Um die Materialbeständigkeit zu erhöhen und eine höhere Festigkeit zu erreichen, wird das Gold mit anderen Metallen zusammengeschmolzen. Dabei kommen Silber, Palladium, Nickel oder auch Kupfer zum Einsatz.

Beim roten Gold wird immer Kupfer verwendet. Kupfer ist das einzige Metall, das eine rötliche Farbe hat.Wird Gold mit anderen Metallen gemischt, wird es legiert. Solch eine Mischung besteht immer aus mindestens zwei Metallen.

Eigenschaften von Rotgold Schmuck


Durch eine Mischung mit Kupfer wird eine höhere Festigkeit und Härte des Goldes erreicht. Zudem ändert sich die Farbe. Durch die Beigabe von Kupfer wird ein rötlicher Farbton erzielt, der je nach Menge des Kupfers von rotgolden bis roségolden reicht. Je mehr Kupfer beigemischt wird, desto weniger Gold wird benötigt. Dies reduziert die Kosten, da Gold teurer ist als Kupfer.

Jede Zugabe von anderen Metallen hat zur Folge, dass die Goldeigenschaften wie Abrieb und Korrosionsbeständigkeit entsprechend der Anteile der anderen Metalle abnehmen. Rotes Gold mit einem Kupferfarbton weist immer auf einen hohen Kupferanteil hin. Roségold ist die kostbarere Version. Es wird ein geringer Kupferanteil beigemengt und oft wird zusätzlich Silber oder Palladium hinzugefügt. Silber und Palladium haben eine entfärbende Eigenschaft, reduzieren das Rot des Kupfers und sorgen außerdem für eine bessere Beständigkeit der gefertigten Schmuckstücke.

Ist der Kupferanteil hoch, führt dies zu einer Verschlechterung der Materialeigenschaften des Goldes. Solche Mischungen von Kupfer und Gold verfärben sich und oxidieren.

Die gebräuchlichsten Legierungen
Für die Metallbeimischungen zum Gold gibt es keine verbindlichen Mengenangaben. Dementsprechend gibt es die unterschiedlichsten Zusammensetzungen auf dem Markt. Die genauen Anteile sind mit dem bloßen Auge kaum in allen Details zu erkennen.
Eine tiefe rote Kupferfärbung weist auf 333er Gold und 66,7% Gehalt an Kupfer hin. 585er Rotgold wirkt orange-goldfarben und besitzt 585er Gold, 11,5% Kupfer und 9% Silber. Roségold beinhaltet 775er Gold, 20,5% Kupfer und 4,5% Silber. Rotes Gold war im 19. Jahrhundert in Russland beliebt. Es wird auch heute noch oft Russengold oder Türkengold genannt.

916er Gold mit Kupfer ist als Crown Gold bekannt. Diese Legierung gab es seit dem 16. Jahrhundert in England und wurde für die Herstellung von Goldmünzen verwendet. Liegt der Anteil von Kupfer und anderen Metallen bei über 50% in einer Legierung, können durch den geringen Goldanteil die typischen Eigenschaften des Goldes im Material ihre Wirkung nicht mehr erzielen. Das Schmuckgold kann im Laufe der Zeit oxidieren und brüchig werden. Zudem begünstigen die hohen Anteile von Kupfer den Abrieb feinster Metallteile, die sich als schwarzer Pulverstaub auf der Kleidung und der Haut ablagern.

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