Legierungen bei Schmuck

Schmucklegierungen

Edelmetalle, die zu Schmuck verarbeitet werden, eignen sich in ihrer reinstform meist nicht zur Anfertigung von Geschmeiden, da sie beispielsweise zu weich sind oder einen zu niedrigen Schmelzpunkt aufweisen. Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Wert des jeweiligen Hauptbestandteiles einer Legierung. Darum werden Edelmetalle legiert, das bedeutet, das ein genau berechneter Anteil weiterer Edel- oder Halbedelmetalle hinzugemischt wird, um die verschiedenen Eigenschaften zu verändern.
Genauso verhält es sich mit Stahl, der zwar unter dem Begriff Edelstahl aus vermarktungstechnischen Gründen geführt wird, aber kein Edelmetall im metallurgischen Sinne ist, sondern ein Eisen mit geringem Kohlenstoffgehalt und eventuellen Beimischungen von Nickel, Chrom und anderen Legierungszusätzen.

Goldlegierungen

Das am häufigsten legierte Edelmetall in der Schmuckverarbeitung ist Gold, dem je nach Bedarf verschiedene Zusätze beigemischt werden, um daraus etwa Weißgold oder Rosegold zu machen. In der Angabe der Legierung spielt hingegen der Farbton eine untergeordnete Rolle. Hier geht es um den Anteil des reinen Goldes in der Legierung und dieser wird in Anteilen zu Hundert ausgedrückt oder dementsprechend umgerechnet in der älteren Gewichtseinheit Karat, wobei diese im Grunde für Schmucklegierungen zu ungenau ist.

Die üblichen Goldlegierungen sind:

333 entspricht 33,3 % Goldanteil
375 entspricht 37,5 % Goldanteil
585 entspricht 58,5 % Goldanteil
750 entspricht 75,0 % Goldanteil

Goldschmuck mit Anteilen von 900 oder gar 999 ist sehr selten und kommt kaum zur Verarbeitung, weil reines Gold viel zu weich ist, um es präzise bearbeiten zu können und natürlich beim täglichen Gebrauch Schaden nehmen würde. Die restlichen Anteile der Legierung sind meist Kupfer und Silber.

Silberlegierungen

Silber ist in seiner reinen Form wesentlich härter als Gold und weist darum auch in den Schmucklegierungen einen höheren Anteil aus:

800 entspricht 80,0 % Silbergehalt
830 entspricht 83,0 % Silbergehalt
835 entspricht 83,5 % Silbergehalt
900 entspricht 90,0 % Silbergehalt
925 entspricht 92,5 % Silbergehalt
935 entspricht 93,5 % Silbergehalt
999 entspricht 99,9 % Silbergehalt

Überwiegend wird Silber mit Kupfer legiert, es können aber auch andere Metalle wie Nickel, Chrom, Mangan oder Palladium beigemischt werden.

Platinlegierung

Platin ist ein sehr biegsames und trotzdem stabiles Edelmetall, das als Schmuck fast nur in einer Legierungsform verarbeitet wird. Das sogenannte Juwelierplatin mit einem 96prozentigen Platingehalt, es bestehen aber noch weitere, eher selten verwendete Legierungen:

960 entspricht 96,0 % Platingehalt
800 entspricht 80,0 % Platingehalt
750 entspricht 75,0 % Platingehalt
585 entspricht 58,5 % Platingehalt

Der restliche Bestandteil der Platinlegierung ist meist Kupfer. Es kann aber auch zu Legierungen mit Iridium, Palladium und Aluminium kommen.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel