Die Fassarten von Diamanten

Wissenswertes über Diamantfassungen

Diamonds are a Girl's best Friends, schon Marilyn Monroe wusste um die Strahlkraft der kleinen Schätze, die sie da eindrucksvoll besang. Wer aber jetzt denkt, sie haben vielleicht ein wenig ihres Glanzes eingebüßt, der irrt. Diamanten-Time ist immer, jedoch warten sie auch mit den verschiedensten Fassarten auf. Apropos Fassarten von Diamanten, sie sollen jetzt und hier im Fokus stehen, denn ein Goldschmied, der sein Handwerk versteht, weiß auch gründlicher zu unterscheiden...

Die Krappenfassung!
Weissgold-DiamantringBei der Krappenfassung ist der Name Programm, denn die Krappen, kleine Edelmetallstreifen, haben hier das Sagen. Sie werden gleichmäßig um den jeweiligen Diamanten angeordnet. Die Krappenfassung wird besonders gerne für freistehende Diamanten genutzt, um schönen Verlobungs- oder Trauringen den sprichwörtlich letzten Schliff zu geben, da sie auch die offenste und lichtdurchlässigste aller Diamantfassungen ist. Aber auch andere Schmucksteine machen häufig von ihr Gebrauch, denn sie gilt als hervorragende Möglichkeit, diese am jeweiligen Schmuckstück zu befestigen. Der Solitärring ist ein gelungenes Beispiel für die Krappenfassung oder auch Krallenfassung, wobei die Krappen in ihrer Optik an die Krallen eines Raubtieres erinnern.

Die Krappenfassung ist sozusagen das Nonplusultra der Goldschmiedekunst, denn keine Fassung hat soviel positive Effekte. Sie lässt den Diamanten förmlich in seiner Schönheit erstrahlen, wobei die einfallenden Licht- und Sonnenstrahlen das Spiel der Brillanz, des Feuers und des Funkelns noch vervollkommnen. Die Krappenfassung versteht es auf meisterliche Weise, die angesprochenen drei Lichteffekte in den Fokus zu rücken und aus jedem Diamantring ein unschätzbares Juwel zu kreieren.

Die Zargenfassung!
Wird sich der Fassarten von Diamanten gewidmet, so hat auch sie ihren festen Platz im Gefüge, die Zargenfassung. Sie eignet sich sowohl für den Edelstein mit Facetten als auch für ein Cabochon, die unfacettierte ovale oder runde Schliffform von Edelsteinen. Hier befindet sich der Edelstein an der Fassungswand auf einer sogenannten Metallstufe, so dass ein Aufbrechen der unteren Metallfläche möglich ist. Eine Zargenfassung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass es hier möglich ist, transparente Edelsteine mittels Lichtstrahlen rückseitig zu beleuchten.

Die Spannringfassung!
Bei der Spannringfassung vermittelt sich dem Betrachter der Eindruck, der Edelstein würde frei schweben. Das Jahr 1979 war die Geburtsstunde des ersten Spannrings, so dass davon ausgegangen werden kann, dass diese Fassungsart zusammen mit dem Spannring ein neues Schmuckdesign darstellt, das sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut. Äußeres Merkmal der Spannringfassung ist, dass der Edelstein, zumeist ein Diamant, ausschließlich mittels Eigenspannung durch die Ringschiene fixiert wird. Der innovative Spannring besitzt eine sehr schmale Aussparung, die etwas kleiner ist, als der zu verarbeitende Edelstein.

In diese Aussparung wird der Edelstein geklemmt, so dass er seinen Halt ausschließlich der Spannung des Edelmetalls und zwei kleinen Einbuchtungen, die sich in den Enden der Ringschiene befinden, verdankt. Edelsteine, allen voran die Diamanten, eignen sich hervorragend für die Spannringfassung, da sie über eine extreme Härte verfügen und sich dem hohen Druck widersetzen können. Sie werden regelrecht zum Eyecatcher, da sie mittels hohem Lichteinfall ein wunderschönes Funkeln erzeugen, das durch keine Fassung gestört wird.

Die eingeriebene Fassung!
Es fällt auf, dass Trauringe im Gegensatz zu den Verlobungsringen dezenter gestaltet werden. Hier sind es dann die schönen besonderen Akzente, die den bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein solcher Akzent findet sich im Diamanten, der mit einem Brillantschliff verziert wurde, und mittels der eingeriebenen Fassung in die Ringschiene eingesetzt wird. Auf diese Art und Weise ist der sichere Halt und der gute Schutz gewährleistet. Egal, ob Trauringe mit je einem Diamanten geschmückt werden oder Memory Ringe, die rundherum Diamantbesatz aufweisen, für den Glamourfaktor sorgen, der persönliche Geschmack entscheidet und Individualismus wird nun einmal groß geschrieben.

Die Kanalfassung!
Diese Art der Fassung eignet sich sowohl für die Form mit Facetten als auch für das Cabochon. Bei der Kanalfassung werden die Edelsteine mittels zwei seitlicher Metallschienen, die über Einbuchtungen verfügen, gehalten. Es kann schon vorkommen, dass sich in diesen Metallschienen eine Mehrzahl von Edelsteinen befindet, welche in direkter Linie aneinander verarbeitet werden, ähnlich einem Kanal, der für die Namensgebung verantwortlich ist.

Die Pavée oder Verschnitt-Fassung!
Die Pavé Fassung steht für den traumhaft funkelnden Diamantring, denn mit ihr lassen sich sehr schöne Effekte erzielen. Mittels dieser ausgeklügelten Technik lassen sich Schmuckstücke anfertigen, die den Eindruck vermitteln, sie seien überzogen von einem ganzen Teppich aus Edelsteinen. Soll die Ringschiene mit verschiedensten kleinen Diamanten in der Pavé Fassung besetzt werden, so werden zunächst Vertiefungen in das Edelmetall gemeißelt, in die anschließend Diamanten eingesetzt werden. Diese Arbeitsweise garantiert, dass sich Diamanten und Edelmetall der Ringschiene auf gleicher Höhe befinden.

Die Befestigung der Diamanten erfolgt mittels kleiner Edelmetall-Kügelchen. Eine besondere Faszination geht von der Pavée Fassung aus, werden die Edelsteine, ähnlich einer Perlen-Kette, aneinandergereiht. Das Wort "Pavé Fassung" wird aus dem Französischen abgeleitet, wo "paver" für das Pflastern steht. Deshalb liegt die Namensgebung eigentlich auf der Hand, denn die Ring-Oberfläche hinterlässt den Eindruck von gepflasterten Diamanten.

Egal, ob Krappenfassung, Zargenfassung, Spannringfassung, Eingeriebene Fassung, Kanalfassung und Pavée oder Verschnitt-Fassung, sie stehen alle für fantasievolle & filigrane Schmuckdesigns, die der individuellen Note folgen. Und seien wir einmal ehrlich, was wäre die Welt ohne Diamonds..., Sie wissen schon, oder?

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.